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[Rezension] Abigail Gibbs - Dark Heroine - Dinner with a Vampire [1]





Verlag: ivi (Piper) ISBN: 978-3-492-70297-3



Inhalt: HINGABE, DIE IN DIE DUNKELHEIT FÜHRT
Die 18-jährige Violet gerät in die Fänge des charismatischen Kaspar. Er ist ein Mörder. Er ist ein Vampir. Und er hat Pläne mit ihr, die die Welt aus den Angeln heben könnte.
Quelle: Verlag


Klapptext: Diese Nacht verändert Violets Leben für immer: Mitten auf dem Trafgalar Square in London geschieht ein furchtbarer Mord und die 18-Jährige ist die einzige Augenzeugin. Erfolglos versucht sie, vor den Tätern zu fliehen - und wird in ein abgelegenes Herrenhaus verschleppt, das von nun an ihr Gefängnis ist. Doch Violets Kidnapper sind keine Menschen, sondern Vampire, faszinierend und todbringend zugleich. Der charismatische Blutsauger Kaspar hat besondere Pläne mit Violet, denn sie ist Teil einer gefährlichen Prophezeiung. Wird sie sich Kaspar hingeben, um zur sagenumwobenen dunklen Heldin zu werden - oder hat er Violets Mut unterschätzt, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen? Quelle: Verlag







Cover: Es gab eine Zeit, in der ich düstere Sachen sehr gemocht habe und wenn ich ehrlich bin, hat sich bis heute nichts daran geändert. Natürlich habe ich nichts gegen farbige Cover und auch nicht immer etwas gegen Fotocover einzuwenden aber bei dieser Geschichte wäre ein farbenfrohes Cover doch sehr unpassend gewesen. Auch ein Fotocover wäre meines Erachtens nicht die optimalste Wahl gewesen. Schließlich bleibt durch dieses Cover eine düstere Atmosphäre vorhanden.
Mir gefällt es, wie die Farbe hinunter läuft und sich dem Buchtitel nähert, welches ebenfalls pechschwarz abgebildet ist. Wenn von Vampiren die Rede ist, werden diese schließlich oft mit der Dunkelheit und anderem in Verbindung gebracht, worauf die triefende Farbe hindeuten könnte und sich passend zur Geschichte gestaltet.
Ich meine mich erinnern zu können, als ich das Buch vor Jahren zum ersten Mal gelesen habe, dass ich die Rose auf dem Cover überflüssig fand. Heute habe ich eine andere Einstellung dazu, wenn ich diese rückblickend auf die Geschichte beziehe. Sie passt genau zum Cover und wurde gut platziert.
Auch die Blutflekcen tragen ihren passenden Teil zur Gestaltung bei: Wie sollte es auch anders sein, wenn es sich u.a. um Vampire dreht. Ich schätze ohne diese Flecken, hätte auf dem Cover etwas - im wahrsten Sinne des Wortes - gefehlt.



Inhalt: Die 17-jährige Protagonistin Violet erlebt einen Abend, den sie vermutlich nciht mehr so schnell vergessen wird. Während sich Violet zur falschen Zeit am falschen Ort befidnet und dort eigentlich nur auf ihre Freundin wartet, beobachtet sie eine in Mänteln eingehülte Gruppe, die einen Mord begeht. Jener Anblick sollte eigentlich schon schlimm genug sein, doch dabei bleibt es nicht. Ihr Auftreten bleibt nicht lange unbemerkt, sodass Violet kurzer Hand von der Gruppe entführt wird. Sicher, ein Mord mitansehen zu müssen, ist schlimm genug, da ändert gerade eine Entführung nichts an jene Einstellung. Allerdings fand ich gerade diese Situation fesselnd. Die Vorgeschichten oder eine kurze Vorstellung der Protagonisten, finde ich natürlich nicht falsch und langweilig aber wie oft beginnt ein Buch auf diese Weise? In dem Sinne war der Beginn von Dark Heroine mal etwas anderes und das bei solch einer Genre.
Nach der Entführung ist nicht nur die Protagonistin der Frage ausgesetzt, mit was für Personen - abgesehen von der Tatsache, dass es sich um Mörder handelt - sie es zu tun hat und vorallem der Frage, was sie mit Violet vorhaben. Das Buch lässt nicht lange mir Antworten auf sich warten, während Violet es natürlich nicht wahrhaben möchte und es als eine Fiktion abtut. Eine für mich verständliche Reaktion, denn nicht jede Figur zeigt eine lässige Reaktion von sich, wenn ihr übernatürliche Wesen gegenüber stehen. Alles andere hätte ich in diesem Sinne auch unlogisch gefunden, wenn ich an andere Bücher oder sogar Filme und Serien denke, in denen soweit normal mit der Tatsache umgegangen wird, dass man keinen Menschen gegenüber steht. Dies hatte mir oft gefehlt.
Weil der Verlauf der Geschichte flüssig ist, hatte ich nicht das Gefühl, dass der Leser abgeschreckt wird. Zumindest war es bei mir nicht der Fall und an dieser Stelle hoffe ich, dass ich mir keine Gedanken machen muss. Das Buch lebt nicht nur von seiner düsteren Atmosphäre, sodnern auch von den dazugehörigen Charakteren, deren Reaktionen manchmal nur so vor Sarkasmus triefen.
Doch so manches Verhalten fand ich dann doch unrealistisch. Mit seinem Entführer liefert man sich doch kein Wortgefecht, oder? Schön und gut, wenn man sich tapfer zeigen und jemanden die Stirn bieten kann, doch in solch einer Situation, in der man seinem Entführer gegenüber steht und es, noch dazu, mit unnatürliche Wesen sind, legt man doch ein anderes Verhalten an den Tag. Es soll nicht heißen, dass mir diese Unerschrockenheit nicht gefällt aber so schien mir diese unrealistisch zu sein - selbst, wenn es sich nur um eine Geschichte handelt. Hinzu kommen Schwächen, die bei Vampiren nur all zu bekannt sind. Wenn ich daran denke, wie man von dieser Geschichte begrüßt wird und wie sich der Verlauf der Geschichte entwickelt, finde ich es lachhaft, wie mit der eigentlich gravierenden Schwäche umgegangen wird.
Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die eigentliche Thematik des Buches dahin schwindet und das Verhalten zwischen Protagonistin und ihrem Entführer immer weiter in den Vordergrund rutscht. Ich möchte auch keine Vergleiche aufstellen aber einige Situationen erinnerten mich schon an andere Bücher und Filme - selbst wenn sie zu den jeweiligen Szenen passten. Leider gab es viele Situationen, die mich stutzig machten, sodass ich mir selbst sicher gehen musste, dass ich mich nicht verlesen hatte.
Ich bin der Meinung, dass die eigentliche Thematik des Buches, viel eher zur Geltung hätte kommen müssen. Stattdessen schien es so, dass dieser immer wieder zurück gedrängt wird, weil es wichtiger zu sein schien, ein Stockholm-Syndrom in der Geschichte aufleben zu lassen. Gerade weil das Buch von seiner düsteren Art lebt, hätte dadurch viel mehr rausgeholt werden können.
Ich hatte hin und wieder das Gefühl, dass Informationen der eigentlichen Thematik nur stückchenweise auf dem Weg verstreut wurden, nur um die Protagonistin un dem Entführer für ihr Verhältnis profetieren lassen zu können. Diese hätte auch auf andere Weisen passieren können ohne die eigentliche Thematik darunter leiden zu lassen.


Schreibstil: Ein Buch muss nicht immer von einem unschuldigen Protagonisten, einer scheinbar heilen Welt sowie von einer unschuldigen Geschichte leben. Auch die düstere Seite kann etwas an sich haben und dies bringt die Autorin, durch dieses Buch gut zur Geltung. Abigail Gibbs beweist nicht nur durch die düstere Atmospre der Geschichte, sondern auch durch ihre Art zu schreiben, dass hinter einer Vampirgeschichte viel mehr stecken kann.
Das Buch ist aus zwei Perspektiven beschrieben, sodass die Geschichte nicht nur aus der Vergangenheitsform und Ich-Form zu lesen ist, sondern sich durch die Perspektive eines Menschen und Vampiren abwechselt. Die verschiedenen Versionen und über die unterschiedlichen Lebensweisen zu lesen, ist interessant gestaltet.
Zu lesen, dass die Vampire nicht immer unbedingt ihre guten Seiten zeigen oder beweisen wollen, dass sie sich für andere Personen ändern können, hatte mir sehr gut gefallen! Sowie die Tatsache, dass die Autorin nicht lange um den heißen Brei schreibt, auf meinen Geschmack trifft. Auch wenn man selbst einige Handlungen infrage stellt, hatte ich das Gefühl, nicht so schnell aus der Geschichte rauszukommen. Es reichte nicht, sich zu sagen, dass nur noch ein Kapitel gelesen wird, ehe man das Buch zur Seite legt. Jedenfalls gelang es mir nicht, da ich immer mehr lesen und erfahren wollte.
Auch wenn manche Kapitel recht kurz beschrieben sind, sorgt dies für eine aufkommende Spannung. Obwohl ich finde, dass so mancher Perspektivenwechsel, auch hätte später passieren können. Trotz allem hatten manche Situationen einen überraschenden Effekt.
Auch wenn es für mich so einige Szenen gab, bei denen ich mir das Lachen nicht verkneifen konnte - eben weil man sich selbst fragt, was dies bezwecken soll und wie die Autorin auf so etwas kommt - waren manche Kapitel doch zäh. Hier und da gab es auf einmal zu viele up & downs, die mal spannend una mal langweilig erschienen. Dennoch gelingt es der Autorin, durch die Verständlichkeit der Geschichte, die vermittelte Spannung und die sprachliche Gestaltung, die passende Zielgruppe anzusprechen. Eben weil vieles durch einen gewissen Sarkasmus lebt.

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Charaktere


Violet Lee
Die 17-jährige Protagonistin zeigt gleich zu Beginn Charakterzüge und Einstellungen von sich, die meines Erachtens normal zu sein scheinen. Obwohl sie von sich selbst behauptet, nicht schüchtern zu sein, wünscht sie sich auf der anderen Seite, so locker sein zu können, wie andere Personen. Jene Gedanken sind gar nicht notwendig, wie ich finde. Auch wenn die Schüchternheit durch ihre eigenen Gedanken deutlich zu merken ist, schlägt sich Violet in anderen Situationen überraschend gut.
Ihre Unerschrockenheit hielt ich anfangs für aufgesetzt aber freundete mich später doch mit dem Gedanken an, dass dieses Mädchen ihrem Gegenüber die Stirn bieten kann. Ich habe nichts gegen Schüchternheit aber gerade die Protgagonistin, sollte aus einem besseren Holz geschnitten sein. Schließlich möchte man doch beim Lesen eine Abwechslung haben und für diese wird - u.a. durch Violet - gesorgt.
In einige Situationen hatte sie mich amüsieren können und das nicht nur aus dem Grund, weil sie mit Sarkasmus umzugehen weiß, nicht nur einsteckt, sondern auch in gewisser Weise auszuteilen weiß. Obwohl ich finde, dass die trotzige Seite nicht zu ihr passt. Auch wenn ich es gut finde, dass sie sich von niemanden etwas vorschreiben lässt, waren manche ihrer Verhaltensweisen fehl am Platz. Sich über Tips und Warnungen hinweg zu setzen, gehört nicht gerade zu den positiven Charakterzüge.
Dennoch hat Violet mein Interesse geweckt, gerade weil sie nicht bewusst die Rolle, der Jungfrau in Nöten übernah - oder mit ihren Reizen spielte, damit sie andere überzeugen kann. Nur bin ich der Meinung, dass man aus ihr viel mehr hätte machen können. Es gab genug Situationen und das Buch ist dick genug, sodass sich die Protagonistin noch hätte austoben und besser entwickeln können.


Kaspar
Kaspar ist einer der Vampire, wie ich sie mir vorstelle. Eine finstere Erscheinung und eine Mauer um die eigene Gestalt gerichtet, die nur schwer zu knacken ist. Ich schätze, dass man nicht nur eingeschüchtert ist, wenn man Kaspar gegenüber steht. Dies wäre zu nüchtern ausgedrückt.
Die Tatsache, welcher Rasse er angehört, sollte ansich ausreichen, da er keine verweichlichte Versionen der Vampire auslebt. Hinzu kommt seine düstere Erscheinung, die durch seinen kräftigen und muskulösen Körper unterstrichen wird. Zwar glaube ich nicht, dass er die Leser mit Leichtigkeit zum schwärmen bringen kann aber ich bezweifle auch, dass es mit ihm langweilig wird.
Während Kaspar andere gerne bloß stellt, redet er nicht lange um den heißen Brei. Stattdessen weiß er seine Gedanken zu formulieren und sein Vorhaben umzusetzen, sodass er nicht unbedingt in die Rolle des 'Badboys' rutschen muss. Und trotzdemm hat er einen gewissen Status, der die Meinung des Leser über ihn, ins Schwanken bringen kann.
So wird dies deutlich, sobald sich ihm jemand widersetzt. Gerade dies fand ich interessant und wünschte mir, dass er sich nicht so oft, so empfindlich gezeigt hätte. Anders kann ich seine Reaktionen nicht beschreiben, die zum Vorschein kommen, sobald ein Contra auf seine Worte gar Taten folgt. Bei seinem Verhalten, welches er an den Tag legte, hatte ich nicht mit anderen Seiten von ihm gerechnet. Auch wenn mir eine gewisse Mischung zusagt, denke ich nicht, dass eine sanfte Seite zu ihm gepasst hätte. Jedenfalls hätte ich sie nicht so einfach hinnehmen können, ohne einen kritischen Blick darauf zu richten.

     
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Fazit


Dark Heroine ist eine Geschichte, die den Leser anfangs in seinen Bann zieht und die düstere Seite der Vampire aufleben lässt. Auch wenn mit typischen Schwächen anders umgegangen wird, lebt das Buch von seiner Vielfältigkeit. Ein gewisser Sarkasmus sorgt für eine angenehme Abwechslung. Die Protagonistin beweist, dass man nicht immer eine holde Maid in Nöten sein muss, um eine Geschichte interessant zu gestalten. Mir hat der erste Band zum Auftakt einer Heldin sehr gefallen.



Reihe
 






 

Erscheinungsdaten

Dark Heroine

  • Dark Heroine - Dinner mit einem Vampir [1]- bereits erschienen
  • Autumn Rose - Dark Heroine [2] - bereits erschienen

  

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